Workingtest Aufgaben • Einführung

Bei Workingtests werden, anders als im Mock Trial, nur Einzelsituationen der Jagd als Aufgabe für die Hunde nachgestellt.
Dabei werden Fähigkeiten des Hundes abgefragt, die Sie in einer gut strukturierten Ausbildung geübt haben könnten.

  • 3 – 6 Richter bewerten die Hunde in 4 – 6 und manchmal auch mehr Aufgaben.
  • Dabei sind die Aufgaben nicht vorhersehbar.
  • Die Arbeit der Hunde wird dabei von jedem Richter nur bei der von ihm gestellten Aufgabe bewertet. Der Richter hat also nur etwa 5 Minuten Zeit ihren Hund zu beurteilen.
    Das Gesamtergebnis setzt sich aus den dabei gezeigten Einzelleistungen zusammen.

Auszug aus dem FCI Leitfaden für Internationale Working Tests für Retriever

1. Einleitung

  • Ein Working Test (WT) ist eine Prüfung, die dem Zweck dient, ohne Verwendung von Wild, die Arbeitsqualitäten der Retriever für ihre ursprüngliche Arbeit nach dem Schuss zu überprüfen.
  • Der Retriever ist der unentbehrliche Helfer des Jägers nach dem Schuss. Das Ziel eines WT ist es, die besten Hunde zu selektionieren, welche die wirkliche Neigung haben, geschossenes Wild aufzuspüren, ein gutes Temperament haben und retrieverspezifische Markierfähigkeiten, ihren Geruchssinn einsetzen, Initiative zeigen und mit weichem Maul apportieren.
  • Einwirkungen des Hundeführers sollten nur als unentbehrliche Ergänzung dieser Eigenschaften betrachtet werden, um den Hund an seinem Platz oder beim Fußlaufen ruhig zu halten, oder damit er folgsam die Befehle ausführt und sich allenfalls einweisen lässt, wenn das Wild nicht sichtig gefallen ist.

2. Organisation

  • Der WT muss durch eine Person oder Personen mit Erfahrung der Retrieverarbeit im Jagdbetrieb ausgerichtet werden. Jeder Hund soll soweit als möglich die gleichen Chancen erhalten, damit der Faktor des Zufalls auf ein Minimum heruntergesetzt wird.
  • Die Organisatoren eines WT versuchen im Rahmen der Prüfung, Situationen eines Jagdtages zu simulieren. Sie müssen auch sicherstellen, dass die Tests so aufgestellt werden, dass gute jagdliche Hundearbeit gefördert wird und die Hunde nicht daran gehindert werden, ihre Markierfähigkeit oder ihre natürlichen Arbeitsanlagen zu zeigen. Beim Aufstellen von Schützen und Dummywerfern ist diesem Umstand unbedingt Rechnung zu tragen.
  • Während dem Apportieren darf vom Hund nicht verlangt werden, dass er zu nahe an einem anderen Apport vorbeilaufen muss.
  • Organisatoren und Richter müssen für die Sicherheit der Hunde besorgt sein und nicht von ihnen verlangen, dass sie gefährliche Hindernisse überwinden.