Übungen • Walk – Up

Der Aufbau der Grundlagen des „Walk-Up“ sind im Arbeitshandbuch Apportieren – Schritt für Schritt eingehend in den Lernphasen 1 bis 2 erklärt. Zur Vertiefung und zur Anregung beim Training werden hier verschiedene Übungsaufgaben dargestellt.

Beschreibung der Grundlagen im Arbeitshandbuch
Die Arbeit in der Linie wird zunächst mit 2 Teams begonnen. Grundlagen sind das selbständige Hinsetzen nach einem Dummywurf mit Geräusch, Steadiness und Ruhe. Dann wird die Anzahl der Hunde erhöht und die Schwierigkeiten bei den Apporten gesteigert. Dazu werden die Dummys nicht nur vor, sondern auch hinter die Linie geworfen, Geräusche durch Schüsse ersetzt, Freiloren-Suchen und Einweiseübungen eingebaut und überkreuz gearbeitet.

Bitte wählen Sie aus den Variablen

  • Entfernung und Dummyfarbe von D2, Windrichtung und Bewuchs an der Fallstelle, Schuss oder nicht;
  • Entfernung und Dummyfarbe von D1, Windrichtung und Bewuchs an der Fallstelle, Schuss oder nicht;
  • Winkel zwischen D1 und D2;
  • extra Anweisungen an die Helfer

die Aufgabenvariante aus, die für den Ausbildungsstand ihres Hundes die geeignetste ist.


Musteraufgaben

Aufgabe 1

Walk-up mit mindestens zwei Gespannen

  • Zuerst werden für die Hunde nicht sichtig mehre Dummys in den hohen Bewuchs (Schilfgras ca. 40 cm hoch) im Suchengebiet ausgeworfen.
  • Anschließend findet ein Walk-up mit min. zwei Gespannen statt, dabei wird in Richtung des Suchengebietes für die „Frei verloren Suche“ gearbeitet.
  • Abwechselnd müssen je eine Markierung gearbeitet werden.
  • Dazwischen jeweils ein Standortwechsel.
  • Nachdem alle Hunde eine Markierung gearbeitet haben, werden sie abwechselnd ins Suchenge-biet zur „Großen Suche“ eingewiesen.

Aufgabe 2

Walk up mit Aufstellung von 3 Gespannen auf einer welligen Baum bestandenen Wiese. Rückwärts, in einer Senke mit hohem Altgras-bestand, werden für die Hunde wahrnehmbar 3 Dummys ausgeworfen Auf einer Seite wird die Wiese durch einen kleinen Graben begrenzt. Die andere Seite von einer hohen und dichten Hecke.

  • Vom mitgehenden Werfer wird bevor angegangen wird eine erste Markierung in den seitlichen Graben geworfen.
  • Nachdem ca. 20 m zurück gelegt sind, fällt eine zweite Markierung an den Grabenrand, die manchmal auch zum Runner werden kann.
  • Eine dritte Markierung fällt auf die andere Seite schräg nach vorn.
  • Begonnen wird mit dem ersten Dummy (Memory-Mark mit Standortwechsel), dann das Zweite (Runner oder auch nicht) und das Dritte (Wurfbahn teilweise durch die vorhandenen Bäume verdeckt)
  • Bei jedem Halt arbeitet ein anderer Hund eine der unterschiedlichen Aufgaben.
  • Beim vierten Halt werden nacheinander die Hunde zurück zur Senke zur „Frei verloren Suche“ geschickt

Aufgabe 3

Walk up mit Aufstellung von 3 Gespannen auf einer Wiese, die auf einer Seite von einer Baum- oder Buschreihe begrenzt wird.

  • Hier wurden für die Hunde nicht sichtig drei Dummys ausgelegt. Mit genügenden Abstand zueinander und an einem leicht zu erkennenden Fallbereich. Beim Auslegen darauf achten, dass die Hunde nicht über die Helferspur zum Erfolg kommen.
  • Vom mitgehenden Werfer werden jeweils zwei Markierungen so auf die Seite geworfen, dass die Hunde, die diese arbeiten sollen jeweils kreuzweise an den anderen Hunden vorbei arbeiten müssen.

Lernziel

  • Die Hunde müssen zeigen, dass sie punktgenau auf ein Blind eingewiesen werden können
  • Außerdem müssen die Hunde zeigen, dass sie auch dann noch die Markierungen gut arbeiten können, wenn sie an den anderen Hunden mit geringem Abstand vorbei arbeiten müssen.
  • Und die alten und neuen Fallstellen teilweise sehr eng beieinander liegen
  • Die wartenden Hunde sollen zeigen, dass ihre Standruhe ausgezeichnet ist.

Aufgabe 4

Walk up mit Aufstellung von mindestens je 2 Gespannen auf den beiden Uferwiesen, die parallel zu einem kleinen Graben, mit ca. 60 – 70 cm hohen und ca. 2 – 3 m breiten Schilfgrasbewuchs, liegen.

  • Vom vorderen Helfer wird jeweils abwechselnd auf die rechte und linke Uferwiese eine Memory-Markierung geworfen.
  • Zuerst soll jedoch ein rückwärts ausgelegtes Blind aus dem hohen Bewuchsstreifen geholt werden. Jeweils abwechselnd vom rechten oder linken innen gehenden Gespann.
  • Danach kann von dem äußeren Gespann, aus der gegenüber gehenden Gruppe, die Memory-Markierung gearbeitet werden.
  • Nachdem beide Gespanne von einer Gruppe jeweils eine Markierung und ein Blind gearbeitet haben, werden die Plätze getauscht. Der innen gehende Hund wechselt jeweils auf die Außenseite.

Lernziel

  • Die Hunde sollen zeigen, dass sie jeweils die ihnen zugewiesene Aufgabe rasch und ohne großen Geländeverbrauch arbeiten.
  • Dass sie Standruhe behalten, auch wenn knapp vor ihnen die Memory-Markierung fällt.

Aufgabe 5

Aufstellung auf einer Wiese zum walk-up mit 4 Gespannen.

  • In der ersten Runde erfolgen für jeden Hund Einzelmarkierungen voran in gerader Richtung.
  • In der zweiten Runde werden Einzelmarkierungen jeweils diagonal nach vorne gearbeitet.
  • Und in der dritten Runde fallen Doppelmarkie-rungen, aber zuerst soll jeweils ein Blind vom dritten Hund gearbeitet werden.

Aufgabe 6

Aufstellung auf einer Wiese zum walk-up mit 4 Gespannen.

  • In der ersten Runde fallen zwei Markierungen, jeder Hund holt davon abwechselnd ein Mark.
  • In der zweiten fallen ebenfalls zwei Markie-rungen, diese dürfen allerdings erst geholt werden, nachdem abwechselnd zwei Hunde in verschiedene Suchengebiete geschickt wurden.

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