Mock Trial • Einführung

Bei einem Mock Trial (Dummy Trial) wird versucht die jagdliche Situation, wie sie bei einem Field Trial vorkommen kann, zu simulieren. Dabei werden nicht nur Einzelsituationen der Jagd als Aufgabe für die Hunde nachgestellt (Workingtest), sondern man versucht bei Mock Trials eine Jagd (Field Trial) in ihrem Gesamtablauf und mit allen Situationen nachzustellen.
Sowohl für die Ablauforganisation, als auch für die Arbeit der Hunde ergeben sich daraus teilweise völlig andere Anforderungen.

Die wichtigsten Unterschiede zu einem Workingtest sind:

  • die Dynamik im Prüfungsablauf und den Aufgaben.
    (Nie oder nur zufüllig gibt es gleiche Aufgaben, auch die Anzahl der Aufgaben sind nicht für alle Hunde gleich.
    Während die 4 bis 6 Aufgabe beim Workingtest für alle Gespanne möglichst gleich sind)
  • die Hunde können während der gesamten Prüfung von den Richtern beobachtet und beurteilt werden. Beim Workingtest beurteilt der Richter den Hund nur während er bei seiner Station arbeitet.
  • nur Gespanne, die bei der Bewertung ihrer Arbeit ein A-Retrieve erreichen, können weiter machen. Für alle anderen ist Schluß. D.h. bei einem Trial müssen alle Arbeiten mindestens mit „sehr gut“ bewertet werden, damit der run-off erreicht werden kann.
Für die Durchführung von Mock Trials gibt es beim DRC eine Richtlinie/Guideline für die Durchführung von Mock-Trials (Richtlinie genehmigt durch erweiterten Vorstand des DRC am 23.11.2013)
(geändert durch den erweiterten Vorstand am 16.03.2019

Grundsätzlich wird das Internationalen Reglement für Arbeitsprüfungen im Felde für Retriever (englische Art) von der FCI zugrunde gelegt.

Auzug daraus:

Ziel (Art. 1)

Ablauforganisation (Art. 4 und Art. 15)

  • Die Field Trials (Mock Trials) können sowohl während eines Standtreibens, bei dem die Hunde am Stand sitzen bleiben, oder während einer Streifjagd, bei der die Hunde in der Treiber-Linie bei Fuss mitgehen („Walk-up“) abgehalten werden. Es ist sogar wünschenswert, die Hunde sowohl im Standtreiben, als auch im „Walk-up“, als auch im Wasser zu prüfen (Art.16)
    1. Beim „Walk-up“ bewegen sich die Richter, die aufgerufenen Hunde und Hundeführer, sowie die Schützen (mindestens einer pro Richter) in einer Linie vorwärts. Wenn Wild (-Ersatzbeute) geschossen wird, hält die Streife an. Auf Anweisung des Richters wird ein Hund geschickt, um das Wild (die Ersatzbeute) zu finden und zu apportieren
    2. Bei einem Standtreiben werden die Hunde nach Anweisung des Richters so abgesetzt, dass sie das Wild (die Ersatzbeute) bestmöglich markieren können. Die Richter entscheiden, wann die Hunde zum Apportieren geschickt werden, was normalerweise am Ende des Treibens geschieht..
  • Die Verlosung der Startnummern erfolgt durch das Organisations-Komitee und bestimmt die Reihenfolge der startenden Teilnehmer für den ersten Durchgang. Die Hunde werden gruppenweise mit fortlaufender Startnummer geprüft.
  • Jeder Hund muss weitergeprüft werden, bis er von zwei Richtern bewertet wurde, außer er begeht einen Ausschluss-Fehler.
  • Die Richter können entscheiden, ob die Prüfung durch ein Finale („run-off“) beendet wird. Für diese Endausscheidung werden alle Hunde aufgerufen, welche (noch) „Vorzüglich“ erhalten können. Diese werden alle in einer Linie aufgestellt, auch wenn es mehr als 3 Hunde sind. Das Finale wird prinzipiell von allen Richtern zusammen gerichtet. Die im Finale gezeigten Arbeiten beeinflussen die Resultate in gleicher Weise wie in den vorhergegangenen Runden.

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