Mock Trial • Bewertung der Arbeit des Hundes

Mock Tial Gerstetten 2009 | foto © s.ramge

Art. 17

Der ideale Retriever ist aufmerksam, „steady“ und ruhig, ohne die Aufmerksamkeit seines Führers zu fordern.
Er soll das Wild (die Wildersatzbeute) gut markieren und sich die Fallstelle über eine längere Zeit merken.
Wenn er losgeschickt wird, sollte er bei der Suche ausdauernd sein, Initiative zeigen, eine gute Nasenleistung zeigen und die Begabung, Wild(-Ersatzbeute) zu finden.
Er sollte in jedem Bewuchs arbeiten und Wasser unverzüglich, ohne Aufforderung annehmen. Er arbeitet, um seinem Hundeführer zu gefallen („will to please“) und ist leichtführig, aber ohne abhängig von ihm zu sein.
Gefundenes Wild (-Ersatzbeute) soll er schnell, korrekt und weichmäulig zurückbringen und es auch korrekt abgeben.

Schwerer Fehler
  • übermäßige Abhängigkeit zum Hundeführer
  • lautes Einwirken durch den Hundeführer
  • unruhiges Verhalten an Ort, so dass der Hundeführer dem Hund zuviel Aufmerksamkeit schenken muss
  • schlechtes Markieren und/oder schlechte Merkfähigkeit
  • schlechte Fußarbeit
  • nachlässiges Apportieren
  • langsames Arbeiten und/oder mit wenig Initiative
  • „eye-wipe“
  • „first dog down“

Ein schwerer Fehler bedeutet das Ende des Trials für den Hund. Mit einem schweren Fehler kann der Hund die Qualifikation „exzellent“ nicht mehr erhalten.
Wenn ein Hund zumindest drei Retrieves gut gearbeitet hat, bevor er den schweren Fehler begangen hat, kann er von den Richtern noch die Bewertung „gut“ oder „sehr gut“ erhalten.
Hunde mit weniger als drei guten Retrieves und mit einem schweren Fehler erhalten die Bewertung „nicht klassiert“ (NC).

Definition eines „eye-wipe“:
Eine nicht genützte Chance, Wild (Dummy) zu finden und zurückzubringen, wenn dieses Stück Wild (Dummy) vom nächsten gesandten Hund unter den genau gleichen Bedingungen gefunden oder aber vom ganzen Richtergremium oder einem Teil davon aufgelesen wird.

Definition von „first dog down“:
Eine nicht genützte Chance, ein wahrscheinlich verwundetes Wild zu finden und zurückzubringen, das der Hund markiert hat und auf das er sofort geschickt wurde, welches auch nicht durch einen nachfolgenden Hund gefunden werden konnte oder durch die Richter aufgelesen wurde.
Kommt so gut wie nie bei einem Mock Trial vor, da es sehr aufwendig ist solch einen „runner“ zu simulieren.

Ausscheidungs-Fehler
  • Tauschen des Wilds (Ersatzbeute)
  • körperlicher Kontakt mit dem Hund
  • aggressives Verhalten
  • hartes Maul
  • Winseln oder Bellen
  • Schussscheue
  • Einspringen
  • außer Kontrolle geraten, unbeschossenes Wild hetzen oder weiterjagen mit Wild (Ersatzbeute) im Fang
  • Verweigerung, Wasser anzunehmen
  • Verweigerung, gefundenes Wild (Ersatzbeute) zu apportieren

 

 

Beurteilung
Die Bewertung der Arbeit des Gespannes wird als A, B und C-Retrieves bewertet. Wobei die A-Retrieves nochmals unterteilt werden, in „A +“, „A“ und „A -„.
Ein A-Retrieve entspricht etwa einer Arbeit für die der Hund „sehr gut“ oder „vorzüglich“ (16 bis 20 Punkte) bei einem Workingtest erhält.
Nur mit einem A-Retrieve darf weiter gearbeitet werden.
Für alle anderen, mit einer schlechteren Bewertungen, bedeutet dies das Ende des Trials.

 

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